Die Geheimnisse der Biellese Canestrelli zu entdecken

Die Biellese Canestrelli sind typische Süßigkeiten aus dem Piemont, ein Symbol der Konditoreitradition.

Die Geheimnisse der Biellese Canestrelli zu entdecken

Der Weg von Oropa ist ein Netz von Routen. Sie führen von der Ebene in die Berge. Schritt für Schritt ändern sich Rhythmus und Landschaft.

Auch am Tisch ist der Übergang sanft. Nach Riso in Cagnone, Torcetti und Ratafià setze ich meinen Weg fort. Ich entdecke die Geschmäcker des Cammino di Oropa und halte für ein Frühstück an.

Normalerweise frühstücke ich schnell und kalorienbewusst. Aber auf Reisen ist alles anders.

In Oropa und dann hinunter nach Biella probierte ich Canestrelli.

Ich habe sie zum Frühstück in der Pasticceria Jeantet probiert.

Die Pasticceria Jeantet ist ein historisches Lokal im Zentrum von Biella. Sie ist berühmt für ihre Canestrelli, aber auch für Marron Glacés und Liköre wie Ratafià.

Ich war neugierig auf diese Konditorei. Ich hatte ihre Werbung in nationalen Zeitungen gesehen und mich immer gefragt, wo sie ist.

Die Canestrelli aus Biella sind ein typisches piemontesisches Gebäck. Sie stammen aus der Gegend um Biella. Zwei dünne rechteckige Waffeln umschließen eine weiche Schokoladencreme. Die Form ist unverwechselbar: zwei Rechtecke von etwa 9x4,5 Zentimetern, leicht und mit leicht geriffelter Oberfläche.

Sie entstanden im Biellese, einer Region mit Hügeln und handwerklichen Traditionen. Im Laufe der Zeit hat jede Werkstatt ihre eigene Version entwickelt, aber die ursprüngliche Struktur beibehalten.

Die Ursprünge sind alt. Schon im 17. Jahrhundert wurden sie in Adelshäusern und Klöstern zubereitet. Ein schriftliches Zeugnis findet sich in einem Dokument von 1805 in der Königlichen Bibliothek von Turin. Dort werden sie als Schokoladengebäck beschrieben, das auch außerhalb der Region geschätzt wird.

Was auffällt, ist der Kontrast: außen knusprig, innen weich. Der Duft von Butter und Schokolade ist sofort da, aber nicht schwer.

Ich bin kein Schaufenstergebäck. Ich bin etwas Alltägliches, für Frühstück oder Pause.

Man findet sie in verschiedenen Regionen des Piemont. Aber hier, im Biellese, haben sie eine klare Identität.

Wie schmecken Canestrelli?

Sie sind zart. Man schmeckt die Butter, aber sie ist nicht schwer. Die Süße ist leicht, nie aufdringlich. Es sind diese Kekse, die man isst, ohne es zu merken, und dann nimmt man noch einen.

Wann und wie isst man sie?

Man isst sie vor allem zum Frühstück oder mit Kaffee.

Ich habe sie morgens gegessen, bevor ich weitergereist bin.

Sie geben keine "starke" Energie, aber sie sind perfekt, um ruhig zu starten, ohne zu belasten.

Am Ende zählt mehr der Moment als die Art, wie man sie isst.

Wie oft auf diesem Weg sind es einfache Dinge, die im richtigen Kontext anders schmecken.

Praktische Notiz

Der Cammino di Oropa (della Serra) wird normalerweise in 3 oder 4 Tagen zurückgelegt. Er umfasst etwa 60-70 km von Santhià bis zum Heiligtum von Oropa. Es ist eine Wanderroute, ideal für ein langes Wochenende oder als erster Trekkingversuch. Die Etappen führen durch die Moränenlandschaft von Ivrea.

In 3 oder 4 Tagen probiert man viele Dinge: kleine Gerichte, lokale Produkte, verschiedene Gewohnheiten. Es ist eine konkrete Art, das Gebiet kennenzulernen, nicht nur zu durchqueren.

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