Die Geheimnisse der piemontesischen Buttertorcetti

Entdecken Sie die piemontesischen Buttertorcetti, typische und beliebte Süßigkeiten.

Die Geheimnisse der piemontesischen Buttertorcetti

Ich setze meine virtuelle Reise durch die Aromen des Weges von Oropa fort. Es ist ein Netz von Wegen. Sie führen von der Ebene über die Serra bis ins Canavesano und Valdostano. Schritt für Schritt geht es in die Berge. Der Rhythmus und die Landschaft ändern sich. Nach dem Reis in cagnone konzentriere ich mich jetzt auf das Frühstück. Oder besser gesagt, auf das, was zum Frühstück wird, wenn man unterwegs ist und echte Energie braucht.

Normalerweise frühstücke ich ziemlich schnell und achte auf die Kalorien.Aber unterwegs ist alles anders.

In Oropa, direkt beim Heiligtum, habe ich morgens piemontesische Butter-Torcetti probiert.

Diese Kekse bestehen aus Mehl, Butter, Zucker und Hefe. Sie haben eine längliche, leicht gedrehte Form. Daher kommt ihr Name.Es sind keine aufwendigen Konditoreiwaren. Sie sind etwas Alltägliches, ideal für Frühstück oder Pause.

Die Torcetti al burro haben alte Ursprünge. Man findet sie in verschiedenen Regionen des Piemont. Besonders um Biella, Turin, im Canavese und in den Tälern von Lanzo. Auch im nahen Aostatal werden sie zubereitet. Vor allem in der Gegend von Saint-Vincent. Diese Gegend erinnerte mich an Wanderungen wie die um den Anello di Arpy. Jede Region hat ihre eigene Version entwickelt. Die Größe und Konsistenz variieren. Zum Beispiel sind die Torcetti aus Biella größer und dunkler. Die aus den Tälern von Lanzo sind kleiner, heller und knuspriger. Man findet also nicht immer dasselbe Produkt auf dem Weg.

Die Legende besagt, dass die Torcetti in piemontesischen Bäckereien entstanden. Wenn die Frauen des Dorfes ihre Brote zum Backen brachten, bereiteten die Bäcker diese kleinen Süßigkeiten für die Kinder zu. Sie nutzten den Ofen, der gerade heiß wurde. Die Torcetti sind also ein süßes Gebäck, das mit dem Alltagsleben der Bergdörfer verbunden ist. Nichts wurde verschwendet, und jede Gelegenheit war gut, etwas Leckeres zu teilen.

Man schmeckt die Butter, aber sie ist nicht schwer. Der Zucker bleibt an der Oberfläche. Er gibt ihnen die Knusprigkeit, die sie von normalen Keksen unterscheidet.

Der Preis ist niedrig, nur wenige Euro.Viele genossen sie mit Kaffee. Ich habe sie auch mit Milchkaffee geschätzt.

Nach einer Etappe oder auch nur vor dem Aufbruch geben sie dir die richtige Energie.Wie oft auf diesem Weg sind es einfache Dinge, die im richtigen Kontext anders schmecken.

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