Von Andorno Micca zum Oratorio degli Eremiti: ein Spaziergang durch den Wald zwischen Stille und Fresken

Im Herzen des Valle Cervo bewahrt Andorno Micca ein ruhiges Tempo und einen Weg, den nur wenige kennen: 6 km hin und zurück bis zum Oratorio degli Eremiti, durch schattige Wälder und verborgene Fresken.

Von Andorno Micca zum Oratorio degli Eremiti: ein Spaziergang durch den Wald zwischen Stille und Fresken

Wenn du ins Valle Cervo fährst, wirst du wahrscheinlich Andorno Micca durchqueren, ohne anzuhalten. Du bist auf dem Weg zu Orten wie Rosazza oder Piedicavallo. Auch wir wollten zuerst weiterfahren. Aber dann entschieden wir uns, ein paar Stunden dort zu verbringen. Diese Pause würden wir wieder machen.

Wir parkten im Zentrum des Dorfes. Bevor wir losgingen, machten wir eine Pause im Garden Café. Wir bestellten einen Ginseng, einen Cappuccino und zwei Brioche mit Waldfrüchten. Acht Euro für zwei Personen, ein fairer Preis.

Die Gegend um das Café ist angenehm: ein kleiner grüner Platz mit Bäumen und Bänken, dominiert von der Kirche und ihrem Glockenturm. Ein ruhiger Ort. Das ganze Dorf hat ein langsames Tempo. Es ist nicht vergleichbar mit Städten wie Novara oder Biella.

Vom Dorfzentrum zum Wald der Eremiten

Vom Zentrum von Andorno Micca startet ein Spaziergang zum Oratorio degli Eremiti. Es sind etwa 6 km hin und zurück.

Nach den letzten Häusern des Dorfes führt der Weg schnell in den Wald. Von dort läuft man fast immer zwischen Bäumen, in einer schattigen und ruhigen Umgebung bis zum Oratorium.

Das Oratorio degli Eremiti liegt tief im Wald. Dort dringt kaum Licht durch die Baumkronen. Es ist kein Weg mit weiten Ausblicken, sondern ein intimer Pfad. Er lädt ein, still zu gehen und jeden Moment der Ruhe zu genießen.

Als wir ankamen, war das Oratorium der Eremiten völlig leer. Auch das Innere überraschte uns: Es gibt Fresken, die die Apsis und die Wände um den Altar bedecken. Das schafft eine gemütliche und eindrucksvolle Atmosphäre, die im Kontrast zur Schlichtheit des Äußeren steht.

Der Weg war nicht anstrengend: Der Untergrund ist unbefestigt, aber für alle geeignet, auch für Familien mit Kindern. Normale Wanderschuhe reichen aus, Trekkingstiefel sind nicht nötig.

Die 6 km kann man in Ruhe gehen. Es ist ein Spaziergang zum Genießen, nicht um schnell zu sein.

Es ist viel einfacher als der Weg nach Piedicavallo. Dort ist schon die Anfahrt mit dem Auto schwierig, und die Steigungen sind deutlich stärker.

Nach Andorno Micca zu kommen, ist hingegen leicht. Es gibt keine engen Straßen oder Serpentinen.

Da es eine Bergregion ist, sollte man den Winter meiden. Kälte und Wegbedingungen können den Spaziergang weniger angenehm machen. Wenn du die Wahl hast, empfehlen wir den Herbst. Dann färbt sich der Wald schön bunt. Aber auch der Sommer ist eine gute Zeit für den Besuch. Der Weg liegt meist im Schatten, und es bleibt angenehm kühl.

Mehr als die kleine Kirche hat uns der Spaziergang beeindruckt. Der Verkehrslärm verschwindet schnell, und es bleiben nur die Bäume und der Wald.

Nach dem Spaziergang sind wir ins Dorf zurückgekehrt, um das Auto zu holen und zu anderen Orten im Tal weiterzufahren.

Andorno Micca ist eine kleine Berggemeinde, wo das Leben ruhig verläuft. Es gibt keinen Autoverkehr und keine Menschenmassen wie in bekannteren Orten im Tal. Deshalb lohnt es sich, ein paar Stunden zu bleiben, bevor man weiterfährt.

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