Vollständiger Leitfaden zum Kloster Santa Maria di Colonna

Erfahren Sie, wie Sie das Kloster Santa Maria di Colonna in Trani erreichen.

Vollständiger Leitfaden zum Kloster Santa Maria di Colonna

Trani ist nicht nur die Kathedrale. Ein Teil seiner Geschichte liegt auch außerhalb des heutigen Zentrums.

Wir waren mit meiner Frau in der Kathedralen-Zone. Eigentlich wollten wir die bekannte Kathedrale von Trani besuchen. Dann kam mir spontan die Idee, zum Kloster Santa Maria di Colonna zu gehen.

Diese Entscheidung trafen wir vor Ort. Andere Touristen hatten es mir empfohlen. Am Ende war es eines der Dinge, die ich am meisten schätzte.

Wir starteten am Hafen am späten Nachmittag. Im Juli ist es morgens keine gute Idee: Die Hitze ist spürbar, und es wird schnell anstrengend. Am Nachmittag ändert sich die Luft und auch das Licht.

Der Weg ist einfach. Nimm die Uferpromenade Cristoforo Colombo und gehe immer geradeaus, mit dem Meer links. Plane etwa 25-30 Minuten für den Hinweg ein. Hin und zurück sind es zu Fuß etwa zwei Stunden. Es gibt keine Abzweigungen oder Stellen, an denen man überlegen muss, wohin man geht. Es ist ein Weg, den man fast ohne nachzudenken macht.

Am Anfang bist du noch im belebten Teil von Trani. Dann wird es allmählich leerer. Weniger Menschen, weniger Lärm. Man geht entspannter, mit weniger Leuten und in einem ruhigeren Rhythmus.

Irgendwann taucht das Kloster vor dir auf. Es steht auf einer Landzunge im Meer, mit der hellen Fassade, die sich vom Blau abhebt, und einem klaren Profil gegen das Wasser.

Wir sind ohne Eintritt hineingegangen. Der Kreuzgang ist einfach. Es gibt nicht viel im klassischen Sinn zu "besichtigen". Aber die Lage macht den Unterschied. Du bist am Meer, aber gleichzeitig isolierter als bei der Kathedrale. Es entsteht eine Distanz, die nicht physisch ist. Mehr Ruhe, weniger Menschen.

In diesem Moment fühlte ich mich dem Rhythmus der Bewohner näher. Eine Art Sammlung, die nicht erzwungen ist. Sie kommt fast von alleine. Bei uns, mit der untergehenden Sonne, war dieses Gefühl noch deutlicher.

Die Struktur selbst ist schlicht. Aber der Gesamteindruck lohnt den Spaziergang.

Ein kurzer historischer Hinweis hilft: Der Komplex entstand im 11. Jahrhundert unter den Normannen. Jahrhunderte lang lebten dort religiöse Gemeinschaften, zuerst Benediktiner, dann Franziskaner. Die exponierte Lage machte ihn anfällig für Überfälle vom Meer. Das prägte seine Geschichte. In den folgenden Jahrhunderten änderte sich die Nutzung oft. Von einer Adelsresidenz zu einem Lazarett, bis hin zu militärischen und zivilen Zwecken. Doch die einfache Anlage und der direkte Bezug zum Meer blieben gleich und sind noch heute spürbar.

Auf dem Rückweg nahmen wir den Bus, um den ganzen Weg zu Fuß zu vermeiden. In wenigen Minuten waren wir wieder im Zentrum von Trani.

Abends gingen wir im historischen Zentrum bei Trattoria da Rosetta essen. Der Ort ist nett, mit einigen Tischen draußen in einer Seitenstraße. Er ist gemütlich, geeignet für Paare und kleine Gruppen.

Die Speisekarte ist nicht besonders groß. Wir bestellten zwei Vorspeisen: Friselle mit Tomaten und Stracciatella und Bruschetta. Dann als Beilage einen grünen Salat und zwei Hauptgerichte: Cavatelli mit Kartoffeln und Muscheln und Trofie mit süßem Pesto und Nüssen.

Zu trinken gab es Wasser und eine Cola. Keine Desserts. Zu zweit zahlten wir etwa 40 Euro insgesamt, also rund 20 Euro pro Person.

×