Vascha von Boccadoro zwischen Natur und Geschichte in Trani

Die Vascha von Boccadoro ist ein einzigartiger Ort zwischen Natur und Geschichte in Trani.

Vascha von Boccadoro zwischen Natur und Geschichte in Trani

Nachdem ich ein paar Minuten an der Vasca di Boccadoro verbracht hatte, bemerkte ich ein weiteres Schild. Es war nicht weit entfernt, keine echte Abzweigung: Es wies auf den Strand von Ariscianne hin.

Es handelt sich nicht um zwei getrennte Orte. Vasca und Ariscianne gehören zur gleichen Küstenlinie. Es ist ein einziges Gebiet, das sich allmählich verändert, während du es durchquerst. Du verlässt die Vasca, folgst der Küste und bist in wenigen Minuten da.

Die Entfernung ist minimal, weniger als ein Kilometer. Nach den Schilfrohren und dem stillen Wasser der Vasca öffnet sich die Landschaft. Die Vegetation bleibt, wird aber niedriger und gibt den Blick auf das Meer frei. Es gibt keine Anlagen, keine organisierten Dienstleistungen: Es ist ein freier Strand, noch unregelmäßig.

Es ist ein anderer Ort als die bekannteren der apulischen Küste. Hier findest du keine ausgestatteten Strände oder gepflegte Promenaden. Es gibt Sandabschnitte, andere sind steiniger, und das Meer wechselt die Farbe mit dem Licht. An manchen Stellen ist der Zugang sichtbar, an anderen musst du den Weg durch die Vegetation suchen.

Wenn du mit dem Fahrrad ankommst, ist der Kontrast deutlich. Zuerst bist du auf einem geraden Radweg, immer mit dem Meer an deiner Seite. Dann wird der Untergrund unbefestigt und der Weg enger.

Dort zu sein ist wirklich entspannend. Es ist mehr ein Ort zum Sonnenbaden als zum Schwimmen. Du kannst viele Meter im Wasser laufen, und es bleibt flach. Der Sand ist voller Muscheln, die unter deinen Füßen knirschen, während du ins Meer gehst. Das Plätschern, die Möwen, die Stille: Du hörst mehr zu, als dass du schaust.

In den letzten Jahren ist Apulien generell teurer geworden, besonders an der Küste. Deshalb sind freie Strände wie dieser, ohne Einrichtungen und Kosten, immer beliebter. Sie sind ideal, um ein paar Stunden zu verbringen, ohne viel planen zu müssen.

Ich bin mit dem Fahrrad gekommen, was gut zum Weg von der Wanne passte. Trotzdem bleibt das Auto die bequemste Lösung. Von Trani aus sind es etwa 10-15 Minuten entlang der Küstenstraße nach Norden (Richtung Barletta, SP2/ex SS16).

Die Gegend von Ariscianne hat keine direkten Haltestellen, und der letzte Abschnitt ist weniger praktisch. Daher ist das Auto meistens die empfohlene Option.

Am späten Nachmittag bin ich wieder aufs Fahrrad gestiegen und habe den Weg zurückgenommen. Ein paar Stunden später, gut gebräunt und mit dem Meeresrauschen im Kopf, war ich schon im Zentrum von Trani für das Tangofestival. Schwer vorstellbar, ein stärkerer Kontrast: die Stille von Ariscianne auf der einen Seite, die Musik und Bewegung des Abends auf der anderen.

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