Entdecken Sie den Tempel von Brindisi
Entdecken Sie den Tempel von San Giovanni al Sepolcro, einen faszinierenden und geheimnisvollen Ort im Herzen von Brindisi.
Nachdem ich in Brindisi das Meer, Spaziergänge am Ufer und Abende am Hafen genossen hatte, wollte ich auch die historische Seite erkunden. Denn Brindisi ist mehr als nur städtische Strände und Nachtleben. Im historischen Zentrum gibt es Orte, die von Jahrhunderten der Pilgerfahrten, des Handels und der Verbindungen mit dem Orient erzählen. Der Tempel San Giovanni al Sepolcro ist einer dieser Orte. Von außen wirkt er klein und fast unauffällig. Doch innen erkennt man schnell seine historische und symbolische Bedeutung im mittelalterlichen Mittelmeerraum.
Wo befindet er sich
Der Tempel liegt im historischen Zentrum von Brindisi. Er befindet sich in der Via S. Giovanni al Sepolcro, etwa 10 Minuten zu Fuß vom Ufer und den Römischen Säulen entfernt. Auch der Dom von Brindisi ist in ähnlicher Entfernung. Die Lage macht es einfach, ihn bei einem Stadtspaziergang zu besuchen.
Wie lange dauert der Besuch
Der Besuch ist recht kurz. Um das Innere in Ruhe zu sehen, die Tafeln zu lesen und den kleinen Garten zu erkunden, reichen etwa 30 Minuten.
Warum besuchen
Beim Betreten spürt man sofort die Verbindung zwischen Brindisi und dem Heiligen Land während der Kreuzzüge. Die Kirche wurde vor 1128 von den Regularkanonikern des Heiligen Grabes erbaut. Dieses Jahr ist das erste, in dem sie dokumentiert wurde. Sie sollte symbolisch an Jerusalem erinnern. Später übernahmen die Johanniter die Kirche. Sie wurden später der Malteserorden. Die Stadt erlebte viele religiöse und politische Veränderungen. Nach langer Vernachlässigung restaurierte die Gemeinde im 19. Jahrhundert das Monument.
Das Gebäude ähnelt der Rotunde des Heiligen Grabes in Jerusalem. Im Mittelalter galt sie als symbolisches Zentrum der christlichen Welt. Für jene, die das Heilige Land nicht erreichen konnten, war der Besuch solcher Orte ein symbolisches Pilgern.
Das Erste, was auffällt, ist die Form des Raumes. Der Grundriss ist kreisförmig. Acht Säulen tragen Rundbögen, die eine besondere Atmosphäre schaffen. Die Säulen sind unterschiedlich. Materialien, Proportionen und Kapitelle variieren. Das zeigt die vielen Wiederverwendungen über die Jahrhunderte. Auch die heutige Decke stammt aus den Restaurierungen des 19. Jahrhunderts.
An den Wänden gibt es Fresken aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Einige sind gut erhalten, andere fragmentarisch. Sie zeigen die religiöse Bedeutung des Ortes im östlichen Mittelmeerraum. Man sieht auch Graffiti von Pilgern und Rittern. Unter dem Boden, sichtbar durch eine Öffnung, sind ältere archäologische Reste. In der Nähe fand man römische Mosaike aus einer Kaiserzeit-Domus. Das zeigt die Bedeutung des Gebiets lange vor dem Tempelbau.
Auch die Portale sind interessant. Das Hauptportal hat stilisierte Löwen und pflanzliche, menschliche und symbolische Tiermotive. Das Seitenportal zeigt orientalische Dekorationen. Ein dritter, heute zugemauerter Eingang führte einst zum Garten.
Der Besuch kostet 3 Euro und umfasst auch den kleinen Außenbereich. Drinnen gibt es informative Tafeln zur Struktur, Restaurierung und Geschichte des Gebäudes. Der Garten ist klein, aber angenehm mit Zitrusfrüchten und Blumen. Heute ist das Monument von modernen Gebäuden umgeben, die im Kontrast zum alten Charakter des Ortes stehen.