Entdecken Sie den Dom von Brindisi

Der Dom von Brindisi ist ein architektonisches Juwel, das Jahrhunderte von Geschichte und Spiritualität erzählt, ein unvergesslicher Ort für jeden Besucher.

Entdecken Sie den Dom von Brindisi

Vom Lungomare von Brindisi sieht man, dass diese Stadt besonders ist. Ich bin am Hafen entlanggegangen, habe vor dem Museo Faldetta angehalten und dann die Virgilianische Treppe genommen. Von dort führte mich eine kleine Straße direkt zum Dom.

So hatte ich es nicht erwartet. Der Platz öffnet sich plötzlich, und das Erste, was du bemerkst, ist nicht die Kirche -- es ist das Licht. Der Boden aus lokalem weißen Stein reflektiert die Sonne fast unangenehm, und die Gebäude aus goldenem Carparo scheinen es aufzunehmen und warm zurückzugeben. Am Platz stehen die Basilika-Kathedrale, der Bischofspalast, das Seminar, das Archäologische Museum Ribezzo mit dem Portico dei Cavalieri Templari und die Loggia Balsamo aus dem 14. Jahrhundert. Ähnliche Materialien, verschiedene Epochen -- doch nichts stört.

Die Kathedrale ist dem Heiligen Johannes dem Täufer gewidmet. Sie wurde 1089 von Papst Urban II. geweiht und bis 1143 fertiggestellt. Sie steht nahe am Hafen, was wichtig ist: Hier sammelten sich die Kreuzfahrer vor ihrer Abreise ins Heilige Land. Wenn du um die Kathedrale gehst oder sie betrittst, merkst du das nicht sofort -- das verstehst du erst später, wenn du die Inschriften liest oder auf den Boden schaust.

Drinnen gibt es so vieles, dass du nur einigen Dingen folgst, ohne es zu merken. Ruggero von Sizilien wurde hier 1191 gekrönt. Er war der erste Normanne, der außerhalb von Palermo gekrönt wurde. Im Jahr 1225 heiratete Friedrich II. hier die dreizehnjährige Isabella von Brienne. Er war damals 31 Jahre alt und schon verwitwet. Der ursprüngliche Boden von 1178 war ein Mosaik. Es zeigte Szenen aus dem Alten Testament, mythologische Figuren und Episoden der Chanson de Roland. Diese Motive waren kein Zufall. Sie waren ein direkter Bezug für die Kreuzritter, die sich vorbereiteten. Einige Fragmente sind noch im linken Seitenschiff und um den Hauptaltar zu sehen. Der Kanonikerchor aus geschnitztem Nussbaum stammt aus dem 16. Jahrhundert. Er wurde von lokalen Handwerkern geschaffen. Im Cappellone del Santissimo Sacramento werden die Reliquien von San Teodoro aufbewahrt. Er ist der Schutzpatron der Stadt.

Vom ursprünglichen romanischen Stil ist wenig übrig geblieben. Das Erdbeben von 1743 zwang zu umfangreichen Wiederaufbauten. Die alliierten Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten den Glockenturm. Er wurde später nach dem alten Modell rekonstruiert.

Aber der Piazza Duomo ist nicht nur tagsüber ein Ziel. Abends kommt man fast zufällig hierher. Und es ist leicht zu verstehen, warum. Das historische Zentrum lebt hier auf. Es gibt Restaurants, Pubs, das Theater und viele B&Bs. Sie machen es zur Nähe der städtischen Nachtleben-Zone. Ich wohnte in der Via dei Templari, nur wenige Schritte entfernt. Mehr als einmal fand ich mich abends unter diesen Arkaden wieder, ohne es wirklich geplant zu haben.

Ein Ort, den du tagsüber suchst und der dich abends von selbst findet.

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