Wie man Polignano a Mare erreicht

Erfahren Sie, wie Sie Polignano a Mare von Bari, Brindisi und Taranto mit Zug, Bus und Auto erreichen können.

Wie man Polignano a Mare erreicht

Diesen Winter war ich fast zufällig in Polignano a Mare. Ich habe mir fest vorgenommen, bald zurückzukehren. Dort sieht man Dinge, die es nur dort gibt: eine moderne apulische Stadt, die steil über der Adria liegt. Du kannst von den Panoramaterrassen aus das Meer sehen. Es schlägt gegen die Klippen, aber berührt auch sanft den Strand von Lama Monachile.

Ich war in Cerignola für eine typisch apulische Hochzeit. Sie wurde mit einem langen und üppigen Essen gefeiert. Solche Feste beginnen, aber du weißt nie, wann sie enden: Du isst viel, lachst und triffst Verwandte und Freunde, die du lange nicht gesehen hast.

Nach der Hochzeit musste ich mit dem Auto nach Brindisi zurück. Ich hatte dort einen Geschäftstermin. Am Mautstelle Cerignola Est nahm ich die Autobahn A14 Richtung Bari. Ich weiß, ich hätte auch die SS16 nehmen können. Aber trotz der Maut (6,40 Euro) zog ich die Autobahn vor. Auf diesem Abschnitt gibt es weniger lokalen und schweren Verkehr. So ist die Fahrzeit besser planbar. Außerdem hätte ich bei Bedarf in einer der vielen Raststätten anhalten können. Dort gibt es Verpflegung, Toiletten oder 24-Stunden-Service.

Das war nicht nötig und ich fuhr ruhig bis zur Ausfahrt Bari Nord.

Genau in diesem Moment erhielt ich einen Anruf: Mein Geschäftstermin war abgesagt. Die Person, die ich treffen sollte, steckte wegen eines Flugstreiks am Flughafen fest.

Die Nachricht machte mich sofort fröhlich. Plötzlich hatte ich ein paar freie Stunden. Ich dachte, ich nutze die Gelegenheit, um einen Ort zu sehen, den ich noch nie wirklich besucht hatte.

Nach der Mautstelle fuhr ich auf der SS16 Umgehungsstraße von Bari Richtung Süden. Ich folgte den Schildern nach Bari, Brindisi und Lecce. Da sah ich die Ausfahrt Polignano a Mare Nord.

Der Navigator zeigte, dass ich von dort schnell die Gegend von Lama Monachile und das historische Zentrum erreichen könnte. Also entschied ich mich, abzufahren.

In wenigen Minuten war ich in der Nähe des historischen Zentrums. Die Beschilderung ist in der Stadt ziemlich klar. Sie führt scheinbar alle zu einem Punkt: dem Arco Marchesale, dem monumentalen Tor zum historischen Zentrum.

Das Auto abzustellen war jedoch nicht einfach. Die Parkplätze im zentralen Bereich sind wenige und fast alle kostenpflichtig.

Ich wartete etwa fünfundvierzig Minuten, bis meine Geduld belohnt wurde: Ein Platz wurde auf der Piazza Giuseppe Garibaldi frei, direkt vor dem Arco Marchesale.

Endlich stieg ich aus dem Auto und zahlte das Parken -- ein echter Schock, sogar 2 Euro pro Stunde.

Ich überquerte den Arco Marchesale und war sofort in der Fußgängerzone des historischen Zentrums.

Nach ein paar Schritten kam ich auf die Piazza Vittorio Emanuele II. Dort waren die Restaurants mit Außentischen voll mit Gästen. Kurz dachte ich daran, mich hinzusetzen und einen Spritz zu bestellen. Aber nach der langen Parkplatzsuche wollte ich nicht wieder warten.

Also ging ich weiter entlang der Vicolo Porto. Diese Straße führt zur berühmtesten Panoramaterrasse der Stadt, die auf den Strand von Lama Monachile blickt.

Wenige Minuten später stand ich auf der Terrazza Santo Stefano.

Vor mir lag eines der bekanntesten Bilder Apuliens: der kleine Strand zwischen zwei hohen Kalksteinfelsen, mit dem Meer, das langsam in die Bucht fließt.

Ein wirklich beeindruckender Ort. Die Atmosphäre wurde durch einige Straßenkünstler noch besonderer, die direkt auf der Terrasse Geige spielten.

Praktische Infos zur Anreise

Nach diesem spontanen Besuch verstand ich, dass Polignano a Mare leicht erreichbar ist. Besonders, wenn du entlang der Achse Bari-Brindisi reist. Hier sind die einfachsten Optionen.

Von Bari aus kommst du schnell mit dem Zug oder Auto hin. Trenitalia-Züge fahren vom Bahnhof Bari Centrale und brauchen etwa 30-35 Minuten. Sie fahren ziemlich häufig, meist alle 30-60 Minuten. Der Ticketpreis liegt normalerweise zwischen 2,50 und 4 Euro. Mit dem Auto kannst du der SS16 oder der Autobahn A14 folgen und bei Polignano a Mare Nord oder Süd abfahren. Normalerweise dauert die Fahrt etwa 35-45 Minuten.

Auch von Brindisi aus ist die Verbindung einfach. Trenitalia-Züge brauchen im Durchschnitt 50 bis 70 Minuten, je nach Zugtyp. Manchmal mit Umstieg in Bari oder direkt. Der Durchschnittspreis liegt zwischen 7 und 12 Euro. Mit dem Auto folgst du einfach der SS16 Richtung Norden. Die Fahrt dauert je nach Verkehr 60 bis 80 Minuten.

Von Taranto aus ist der Weg etwas länger. Mit dem Zug geht es meist über Bari, die Gesamtzeit liegt zwischen zwei und zweieinhalb Stunden. Der Preis liegt etwa zwischen 10 und 15 Euro. Mit dem Auto fährst du über die SS7 nach Bari und dann die SS16 nach Süden. Die Fahrt dauert im Durchschnitt zwischen einer Stunde und 45 Minuten und zwei Stunden.

Das Parken in der Nähe des historischen Zentrums, in der Gegend Arco Marchesale / Piazza Garibaldi, kann schwierig sein. Besonders an Wochenenden und im Sommer. Die Gebühren erreichen leicht 2 € pro Stunde und es gibt wenige Plätze.

Praktischere Alternativen sind das Parkhaus Ex Convento dei Padri Scolopi, etwa 10 Minuten zu Fuß vom Zentrum entfernt, oder der Bereich des Hafens und Cala Paura. Diese sind meist günstiger und im Sommer mit Shuttles mit dem Zentrum verbunden.

Mein Tipp ist daher, mit dem Zug zu kommen 😉.

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