Was nach dem Forte di Bard für ein einzigartiges Erlebnis zu tun ist
Entdecken Sie, was Sie nach dem Forte di Bard tun können und wo Sie typische Produkte genießen können.
Wie oft habe ich die Festung von der Autobahn aus gesehen und hatte keine Gelegenheit anzuhalten. Immer weil ich so viele Verpflichtungen habe. Das Forte di Bard kann schnell besichtigt werden. Aber ich habe es lieber ruhig angehen lassen. Nicht aus Prinzip, sondern weil ich sofort merkte, dass der Ort Zeit braucht, um wirklich verstanden und erlebt zu werden.
Mein Besuch im Forte di Bard war an einem Sonntag. Ich hatte alle üblichen Bedenken: Menschenmassen, Warteschlangen, Chaos. Aber alles lief reibungslos. Vom bequemen und gut ausgeschilderten Parkhaus bis zu den internen Aufzügen war alles effizient organisiert. Die drei Aufzüge ermöglichen es, mühelos bis zum höchsten Teil der Festung zu gelangen. So wird der Besuch für alle zugänglich. Trotzdem empfehle ich, wenn möglich, zu Fuß zu gehen: Man schätzt alles viel mehr.
Ich habe die geführte Tour gewählt. Hier muss ich etwas Wichtiges erwähnen: Die zwei jungen Leute, die uns begleiteten, waren kompetent, freundlich und nie langweilig. Ihre Erklärungen waren klar, und sie achteten auch auf ungewöhnliche Fragen. Das machte den Unterschied, denn ein so imposanter Ort kann verwirrend werden, wenn er nicht gut erklärt wird.
Das Forte di Bard ist ein großartiges Beispiel für Militärarchitektur. Eine befestigte Burg, die buchstäblich auf einem Hügel gebaut wurde, um das ganze Tal zu verteidigen. Beim Herumlaufen merkt man sofort, wie strategisch seine Lage war. Mit dem Komplettticket hat man Zugang zu verschiedenen Ausstellungen. Dafür braucht man Zeit. Eine gut gemachte Besichtigung dauert mindestens vier Stunden. Aber diese Stunden sind nicht vergeudet.
Die temporären Ausstellungen sind von hohem Niveau. Die über Botero, die Antarktis und Amerika sind gut kuratiert und fesselnd, ebenso wie die über Caravaggio. Sie wirken nie wie ein bloßer Lückenfüller. Der Komplex ist zudem gut ausgestattet: Bar und Buchladen sind vorhanden und nützlich, besonders wenn der Besuch länger dauert.
Wenn du das Forte verlässt, solltest du nicht gleich weiterfahren. Das Dorf Bard wird besonders abends noch schöner. Die Lichter ändern sich, die Atmosphäre wird ruhiger. Man kann den Ort in einem anderen Rhythmus erleben.
Beim Spazieren sind wir in die Cantina La Crèche gegangen. Sie liegt direkt außerhalb der Mauern. Eine kleine, sehr gepflegte Weinkellerei. Die Räume sind eng, aber warm und einladend. Hier ist die Idee klar: Weinverkostung mit Platten und Crostoni. Dazu gibt es lokale Wurstwaren und Käse. Die Zutaten sind wirklich hochwertig, frisch geschnitten und warm serviert.
Der Crostone mit Lardo aus Arnad, Nüssen und Honig verdient eine besondere Erwähnung. Ich gebe zu, Lardo aus Arnad ist fast eine Sucht für mich. Bei den Weinen haben wir dem Sommelier vertraut. Er hat die Geschmäcker am Tisch perfekt getroffen.
Das Aostatal ist nicht günstig. Es ist nicht wie in den Abruzzen, wo ich kürzlich war. Fünf Crostoni, eine große Platte, drei Gläser Rotwein, drei Wasser, drei Kaffee, ein Grappa und ein Cocktail kosteten insgesamt 95 Euro. Angesichts der Lage, nahe einer der touristischsten Attraktionen im Aostatal, ist das ein sehr fairer Preis.
Bevor ich weiterfuhr, besuchte ich die Ponte di Bard. Von dort sieht man das Forte in seiner ganzen Pracht. Es ist in den Felsen über der Dora Baltea eingebettet. Es ist nicht nur ein Fotospot, sondern ein guter Abschluss der Besichtigung. Man erkennt, wie strategisch die Lage war.