Vollständiger Leitfaden für den Besuch des Ricetto di Candelo

Erfahren Sie, wie viel Zeit Sie für den Besuch des Ricetto di Candelo einplanen sollten.

Vollständiger Leitfaden für den Besuch des Ricetto di Candelo

Meine Frau und ich waren mit dem Wohnmobil in Piemont unterwegs. Wir hatten kein festes Ziel. "Warum machen wir nicht einen Stopp in Candelo?", schlug sie vor, während sie im Reiseführer blätterte. "Es gibt dort ein interessantes mittelalterliches Ricetto." Die Idee gefiel uns. Candelo gehört zu den schönsten Dörfern Italiens. Da gibt es bestimmt etwas Schönes zu sehen.

Eigentlich wollten wir nach Biella. Dort wollten wir abends essen und die Gegend erkunden. Candelo liegt nur wenige Kilometer entfernt. Es schien perfekt für einen Zwischenstopp. "Wir sind ja schon in der Nähe", meinte meine Frau. "Es lohnt sich, vorher einen Abstecher zu machen."

Wir kamen an und parkten im Wohnmobilbereich. Leider gibt es dort keinen Stromanschluss und keine Entsorgung. Man muss sich also organisieren, wenn man länger bleiben will. Nicht sehr bequem, aber für ein paar Stunden reicht es.

Das Ricetto di Candelo ist eine Gruppe befestigter Gebäude aus dem 13. und 14. Jahrhundert. Es ist von Fischgrätenmauern umgeben. Man nennt es auch das mittelalterliche Pompeji des Biellese. Vielleicht etwas übertrieben, aber der historische Charme ist da. Es wurde von der lokalen Bevölkerung als Lager für landwirtschaftliche Produkte gebaut. In Kriegszeiten diente es auch als Zuflucht.

Durch das Tor mit dem großen Bogen gelangt man auf den Platz. Dort steht der Palazzo del Principe, gebaut von Sebastiano Ferrero im Jahr 1496. Eigentlich ist es eine Umwandlung von alten Kellern in eine Art Turm. Nicht spektakulär, aber interessant zu sehen.

Die Straßen heißen "rue", ein französisches Wort. Sie sind mit geneigten Kieselsteinen gepflastert, damit das Wasser abfließen kann. An diesen Straßen stehen zweistöckige Gebäude. Das Erdgeschoss diente als Stall oder Keller. Der obere Stock, das Solarium, war zum Trocknen von Getreide. Man erreicht ihn über Holzgalerien, die dem Ort einen besonderen Charme verleihen.

Es gibt auch das Ecomuseum der Weinbaukultur. Es ist für alle, die sich für die ländliche Kultur und Weinbau interessieren. Wir haben es schnell besucht. Es ist nett, aber nichts Besonderes.

Vom Ricetto aus erreicht man die Kirche Santa Maria. Sie hat eine romanische Fassade aus Flussstein im Fischgrätenmuster. Innen gibt es wertvolle Fresken und Kapitelle.

Der Eintritt ist frei, was schon ein Pluspunkt ist. Nur bei Veranstaltungen kann ein Ticket nötig sein. Wir waren beim Weihnachtsmarkt dort und zahlten 6 Euro pro Person, also 12 Euro insgesamt.

Die Stände waren vielfältig: Essen, Handwerk, handgemachte Gegenstände. Einige waren wirklich schön, andere eher touristisch. Es gab Essensstände und öffentliche Toiletten, was praktisch ist. Das Dorf wird zu Weihnachten kinderfreundlich mit dem Weihnachtsmann-Dorf und Aktivitäten für die Kleinen.

Es ist ohne Zweifel einer der gepflegtesten Weihnachtsmärkte, die ich gesehen habe. Aber das Ricetto lohnt sich auch außerhalb der Veranstaltungen, wenn es weniger voll ist und man in Ruhe bummeln kann. Das Dorf ist klein und in wenigen Stunden besichtigt. Wenn ihr in der Gegend seid, lohnt sich ein Besuch. Nur plant gut, wenn ihr mit dem Wohnmobil kommt, denn der Stellplatz ist ziemlich einfach.

Nach dem Besuch des Ricetto fuhren wir weiter nach Biella. Dort hatten wir ein Abendessen bei Menabrea geplant. Das Dorf hat uns ein paar Stunden beschäftigt, genau richtig, um den Abend in der Stadt zu genießen. Wenn ihr in der Gegend seid, passt die Kombination Candelo-Biella gut: ein kultureller Stopp am Nachmittag und dann die Stadt zum Essen und Entspannen. Denkt nur daran, dass der Stellplatz in Candelo ziemlich einfach ist, also plant entsprechend.

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