Valle D’Itria Mit Dem Fahrrad: Route Und Tipps

Ein Abschnitt des Radwegs des Apulischen Aquädukts zwischen Alberobello und Ceglie Messapica: Trulli, Masserien, fast immer abseits des Verkehrs. Und einige Dinge, die man vor der Abfahrt wissen sollte.

Valle D’Itria Mit Dem Fahrrad: Route Und Tipps

Die Tour, die ich beschreibe, umfasst den Abschnitt der Ciclovia dell'Acquedotto Pugliese zwischen Alberobello und Ceglie Messapica. Das sind etwa dreißig Kilometer, die man gemütlich an einem Tag schafft.

Du musst nicht trainiert sein: Es gibt zwar Steigungen, aber sie sind nie anstrengend. Der Untergrund ist meist fester Schotter oder Asphalt. Trekking- oder Gravelbikes sind geeignet, Citybikes nicht. Etwas Wichtiges vorab: In einigen Gegenden um Ceglie Messapica gab es Probleme mit aggressiven Hunden. Deshalb habe ich in meiner Route die markierten Radwege bevorzugt und abgelegene Pfade vermieden.

Es gibt viele verschiedene Routen. Im Landesinneren findest du ruhigere Nebenstraßen und Schotterwege. Richtung Meer wird das Gelände einfacher und flacher. In diese Richtung ist das Fahrrad eine clevere Wahl, um Strände und Buchten zu erreichen, die mit dem Auto schwer zugänglich sind oder lange Umwege erfordern.

Der Hauptbezugspunkt bleibt die Ciclovia dell'Acquedotto Pugliese. Sie ist die am besten ausgebaute Strecke der Region: Sie beginnt in Alberobello, führt durch das Itria-Tal und endet in Ceglie Messapica, um dann weiterzugehen. Insgesamt sind es etwa 230 km, aber auch ein Teilstück lohnt sich. Die Strecke durch das Itria-Tal ist etwa dreißig Kilometer lang, grün und verkehrsarm, zwischen Trulli, Masserien und einem Netz kleiner Pfade, die sich kreuzen.

Von Alberobello aus ist der Abschnitt mit den Steinbrücken besonders interessant. Die bekannteste ist die Ponte di Cecca, die über den Canale di Pirro führt. Hier wechseln sich Weinberge und Weiden mit Trulli und Masserien ab. Von hier kannst du auf der Ciclovia weiter nach Locorotondo fahren oder auf die Seitenpfade abbiegen und die mittelalterlichen Gegenden von Cocolicchio und San Marco erkunden.

In den Gegenden Cupa, Lamie Affascinate und Marziolla gibt es viele Trulli. Sie sind oft sehr alt und haben unterschiedliche Formen. Das hängt vom ursprünglichen Gebrauch ab. In der Gegend Marziolla steht einer der ältesten dokumentierten Trulli im Valle d'Itria. Auf dem Architrav ist die Jahreszahl 1559 eingraviert.

Folgt man der Radroute des Aquädukts, passiert man Locorotondo in Richtung Cisternino. Dabei durchquert man die Gegend Figazzano und ein kurzes Stück im Gebiet von Martina Franca. Von hier aus gelangt man allmählich in die Landschaft von Ceglie Messapica. Der Übergang bei Montedoro (nahe der gleichnamigen Masseria) markiert den Beginn eines visuell geschlosseneren Abschnitts. Nach einigen Kilometern erreicht man Pineta Ulmo. Das ist ein Naturgebiet mit Schatten und einem guten Platz für eine Pause oder ein Picknick.

In letzter Zeit gab es ernsthafte Vorfälle mit Hunden in einigen Bereichen der Landschaft von Ceglie Messapica. Es kam sogar zu einem Angriff auf einen Radfahrer. Diese Situation ist nicht überall verbreitet, aber es ist gut, dies vorher zu wissen.

Die gemeldeten Zonen sind Madonna della Grotta, Mesola, Mustazzo und Pezze Sant'Angelo, besonders in der Nähe des ehemaligen Schlachthofs. Hier ist größte Vorsicht geboten. Es ist ratsam, diese Bereiche zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu meiden, besonders in den abgelegenen Teilen.

Solche Risiken bestehen nicht, wenn man auf der markierten Radroute bleibt. Der Hauptweg führt weit weg von diesen Zonen. Es gibt keinen Grund, zu den isolierten Wegen in diesem Teil der Landschaft abzubiegen.

×