MegaMuseum von Aosta: Vollständiger Leitfaden für Besucher
Erfahren Sie alles über das MegaMuseum von Aosta, von den Transportmöglichkeiten bis zu den Funden.
Ich kam mit dem Zug in Aosta an. Kaum aus dem Bahnhof, entschied ich mich, zu Fuß zum MegaMuseo zu gehen. Die Entfernung beträgt etwas mehr als einen Kilometer. Der Spaziergang dauert etwa 15 Minuten. Der Weg ist einfach und man taucht sofort in die Atmosphäre der Stadt ein. Das Museum liegt im westlichen Viertel, in der Via Saint-Martin-de-Corléans 38. Eine ruhige und gut erreichbare Gegend.
Bevor ich losfuhr, las ich über die alte Geschichte des Aostatals. So konnte ich besser verstehen, was mich im MegaMuseo erwartet. Ich erfuhr, dass es hier schon in der zweiten Hälfte des 5. Jahrtausends v. Chr. Menschen gab. In Saint-Martin-de-Corléans wurden damals rituelle Furchen in den Boden gegraben. Es waren keine richtigen Dörfer, sondern Orte für Riten und Bestattungen. Das zeigen auch die Nekropolen in Champrotard bei Villeneuve und in Vollein in der Gemeinde Quart. Um die Mitte des 4. Jahrtausends v. Chr. begann dann die Kupferzeit. Diese brachte neue Veränderungen für die Gemeinschaften im Tal.
Ich wusste auch, dass der Standort des MegaMuseo 1969 zufällig entdeckt wurde. Bei Bauarbeiten neben der alten Kirche von Saint-Martin-de-Corléans stießen Archäologen auf etwas Wichtiges. Eine große Fläche mit gut erhaltenen prähistorischen Zeugnissen. Mit diesem Wissen war der Besuch noch spannender.
Der Museumseingang ist gut ausgeschildert. Es besteht also keine Gefahr, sich zu verlaufen. Wer lieber mit dem Bus fährt, kann eine der Linien nach Saint-Martin-de-Corléans nehmen. Diese halten in der Nähe des Eingangs.
Wenn du mit dem Auto kommst, nimm die Ausfahrt Aosta Ovest-Saint-Pierre. Von dort sind es nur wenige Minuten bis zum Museum. In den umliegenden Straßen gibt es öffentliche Parkplätze. An belebten Tagen ist es jedoch praktisch, im Parkhaus im Zentrum zu parken.
Einmal drinnen, beeindruckte mich die Größe der archäologischen Fläche. Erhöhte Stege ermöglichen einen klaren Überblick von oben. Die Atmosphäre ist besonders: Man geht über Überreste, die über 5.000 Jahre alt sind.
Die Ausstellung erstreckt sich über etwa 10.000 Quadratmeter. Sie erzählt 6.000 Jahre Geschichte auf spannende Weise. Das Museum überrascht durch die Qualität der Exponate und ihre Präsentation. Es lässt fast die berühmten römischen Stätten der Stadt in den Hintergrund treten. Die moderne Architektur erinnert an das Centre Pompidou in Paris. Sie passt gut zur Idee eines großen Raums für Forschung und Wertschätzung der Vergangenheit.
Die Führerin, Archäologin Donatella, begleitete uns durch den gesamten Rundgang. Sie ließ uns buchstäblich 6.500 Jahre in die Vergangenheit reisen. Ihre Erklärungen waren klar und leidenschaftlich. Sie machten auch den Teil zur Römerzeit noch interessanter. Das Personal war freundlich und sehr professionell. Es trug zu einem angenehmen Erlebnis von Anfang bis Ende bei.
Ich fand es sehr interessant, die rituellen Pflüge, die heiligen Brunnen und die Bereiche für kollektive Riten zu sehen. Die anthropomorphen Stelen sind besonders beeindruckend. Sie sind hoch und mit symbolischen Figuren gemeißelt. Die Abschnitte zu den Bestattungen der Bronze- und Eisenzeit ergänzen die Erzählung gut. Multimediale Tafeln und immersive Räume helfen zu verstehen, wie diese Orte für die prähistorischen Gemeinschaften lebten und was sie bedeuteten.
Ich verbrachte etwa anderthalb Stunden mit dem Besuch. Der Rundgang ist flüssig, aber ich hielt oft an, um Erklärungen zu lesen. Ich betrachtete einige Exponate aus verschiedenen Blickwinkeln und folgte den multimedialen Inhalten. Die Stege laden dazu ein, jedes Detail in Ruhe zu betrachten. So vergeht die Zeit wie im Flug.
Ich würde sagen, zwei Stunden sind eine gute Zeit, um das Museum in Ruhe zu erkunden. Wer es eilig hat, braucht weniger Zeit. Aber wer sich vertiefen möchte, bleibt länger. Besonders, wenn man sich von Videos und immersiven Bereichen fesseln lässt.
Das MegaMuseo in Aosta bietet günstige Tickets. Es ist einer der größten megalithischen archäologischen Stätten Europas. Der Eintritt für eine freie Besichtigung kostet genau 7 Euro. Der ermäßigte Preis beträgt 5 Euro für große Gruppen oder spezielle Vereinbarungen. Junge Leute zwischen 19 und 25 Jahren zahlen 3 Euro. Unter 18-Jährige, Behinderte mit Begleitung und Inhaber spezieller Museumspässe haben freien Eintritt. Es gibt auch die "Aosta Archeologica" Kombi-Option für mehrere Orte.
Besuche das Museum am besten früh am Morgen, etwa um 10 Uhr. So erlebst du eine ruhigere und hellere Atmosphäre. Du vermeidest den Nachmittagsandrang. Im Sommer ist das Licht zwischen 9 und 11 Uhr besonders schön. Es hebt die Menhire und unterirdischen Strukturen hervor. Im Winter ist der Besuch um 11 Uhr ideal, um die Führungen ohne Eile zu genießen.
Das Museum schließt jeden Montag sowie am 25. Dezember und 1. Januar. Die Öffnungszeiten variieren saisonal: von Oktober bis März (10-18 Uhr) und von April bis September (9-19 Uhr). Diese wöchentliche Pause ist wichtig für die Wartung und Erhaltung der empfindlichen archäologischen Funde. Plane deinen Besuch von Dienstag bis Sonntag.
Tickets online über die MiDA Ticket-Plattform zu kaufen, ist praktisch. So vermeidest du Warteschlangen, besonders in der Hochsaison. Ich habe mein Ticket am Eingang gekauft. Liegt wohl an meinem Alter 😄.
Audioguides sind verfügbar, um mehr über die megalithische und neolithische Geschichte zu erfahren. Sie bieten Erzählungen auf Italienisch, Französisch und Englisch. Du erhältst zusätzliche Details über Volksglauben und heilige sowie profane Überlagerungen. Perfekt für alle, die ihr eigenes Tempo bevorzugen.
Der Besuch erlaubt es, sich frei auf dem einen Hektar großen Gelände zu bewegen. Es gibt vorgeschlagene Routen, aber keine Verpflichtung. Das ist ideal, um sich auf Menhire und Dolmen zu konzentrieren.
Nach dem Museumsbesuch bin ich in Richtung Zentrum gegangen, um ein entspanntes Mittagessen zu genießen. In wenigen Minuten erreicht man eine Gegend mit vielen Restaurants und Cafés. Es ist einfach, etwas Gutes zu finden, ohne weit zu gehen. So kann man nach dem Besuch eine Pause machen und den Tag ruhig fortsetzen.
Wer mit Archäologie weitermachen möchte, kann das Römische Theater zu Fuß erreichen. Wer lieber entspannt spazieren geht, kann die Straßen um den Platz Chanoux erkunden. Die Gegend ist reich an Geschäften, Lokalen und Plätzen, um die Stadt zu beobachten. Ideal, um den Besuch mit etwas urbaner Atmosphäre abzuschließen.