Leitfaden zur Krypta von Saint Léger im Aostatal
Entdecken Sie die Krypta von Saint Léger, ein mittelalterliches Juwel im Aostatal.
Wir starteten in Aosta für ein Wochenend-Trekking. In etwa 20 Minuten erreichten wir Aymavilles mit dem Auto. Unser Ziel war der Weg 8D von Aymavilles nach Ozein. Dieser Weg ist etwa 10 km lang und gut machbar. Wir kamen fast zufällig hierher, ohne detaillierten Plan. Doch es war interessanter als erwartet. Aymavilles eignet sich super als Basis für Trekking. Es gibt Wege durch Weinberge und historische Routen wie Pont d'Ael. Auch anspruchsvollere Strecken zu den hohen Weiden und ins Tal von Cogne sind möglich. Die Lage ist praktisch, nah an Aosta und dem Nationalpark Gran Paradiso. So kann man sich gut in der Gegend bewegen.
Die Kirche Saint-Léger in Aymavilles liegt ziemlich isoliert. Es ist nicht immer leicht, sie offen zu finden. Wir waren schon öfter dort, auch beim Schloss von Aymavilles, aber sie war oft geschlossen. Es lohnt sich, die Öffnungszeiten zu beachten. Am Wochenende ist sie offen. Unter der Woche (Mittwoch, Donnerstag, Freitag) meist nachmittags von 14:30 bis etwa 17/18 Uhr.
Einmal drinnen, überrascht das Innere mit reichen Details. Die Fresken ziehen sofort die Aufmerksamkeit auf sich. Die Orgel ist besonders imposant für die Größe der Kirche. Sie verleiht dem Raum Charakter.
Ein bemerkenswertes Element ist der Glockenturm links von der Kirche. Er beherbergt die ältesten Glocken des gesamten Aostatals. Dieses Detail kann bei einem schnellen Besuch leicht übersehen werden. Es erzählt jedoch viel über die Geschichte des Ortes.
Rechts neben dem Eingang befindet sich der Zugang zur Krypta. Sie ist ein kleinerer, fast versteckter Raum. Die Krypta ergänzt die Besichtigung und fügt historisches Interesse hinzu. Die Krypta von Saint-Léger ist viel älter als die darüberliegende Kirche. Sie zeigt die lange Schichtung des Ortes, der schon in römischer Zeit und dann im Frühmittelalter genutzt wurde.
Der Besuch dauert nicht lange, aber der Ort lohnt sich für einen Stopp. Besonders, wenn man sowieso in der Gegend wandert. Es ist kein "Postkarten"-Ziel, aber genau deshalb hat es eine authentischere und weniger überlaufene Atmosphäre als andere Orte im Tal.