Gallipoli: ein historischer Schatz zu entdecken

Gallipoli ist ein historischer Schatz zu entdecken, mit einer Altstadt voller architektonischer Schönheiten und einzigartiger Atmosphären.

Gallipoli: ein historischer Schatz zu entdecken

Normalerweise fahre ich im Sommer nach Gallipoli, vor allem wegen des Meeres. In den letzten Jahren wähle ich jedoch immer häufiger Otranto. Es ist dort etwas ruhiger und weniger hektisch in den vollen Monaten. Gallipoli ist im Sommer wunderschön. Aber die Preise steigen stark, und die Straßen im historischen Zentrum füllen sich mit Menschen.

Diesmal war es anders. Ich war in Lecce für eine Konferenz. Ich entschied mich, einen Abstecher zu machen, um Gallipoli im Winter zu besuchen. Ich wollte das historische Zentrum in einer ganz anderen Jahreszeit sehen.

Gallipoli ist bekannt für den Sommer. Aber das historische Zentrum schätzt man wirklich, wenn die Menschenmassen weg sind. Genau dieses Gefühl hatte ich bei meinem Besuch im Winter.

Das Erste, was mir auffiel, war die Ruhe. Die Straßen waren ruhig. Man konnte ohne Eile und ohne die typische Sommermenge spazieren. Auch die Preise in Bars und Restaurants waren deutlich günstiger als in der Badesaison.

Im Winter durch das historische Zentrum zu schlendern, erlaubt es auch, die Details der Stadt besser zu sehen. Gallipoli liegt auf einer Insel, die durch eine Brücke mit dem Festland verbunden ist. Das historische Zentrum ist ein Netz aus Gassen, Höfen und Palästen, die Jahrhunderte Geschichte erzählen.

Einer der eindrucksvollsten Orte ist das Castello Angioino. Es dominiert den Eingang zur Altstadt. Ich habe es nur von außen betrachtet und fotografiert. Das Ticket kostet 10 € für Erwachsene und 7 € für Kinder. Der Preis erschien mir ziemlich hoch, besonders für Familienbesuche. Zum Vergleich: Das Schloss von Otranto, das ich bei einer anderen Gelegenheit besuchte, kostet 6 € für Erwachsene und ist für Kinder kostenlos. Von dort aus gelangt man ins Herz des Dorfes, wo es sich lohnt, sich in den weißen Gassen und kleinen Plätzen zu verlieren.

Zu den interessantesten Orten gehört die Kathedrale Sant'Agata. Sie ist eines der wichtigsten Barockgebäude im Salento. Auch ohne Sommermassen spürt man ihre Imposanz.

Geht man Richtung Meer, erreicht man die Riviera. Das ist die Panoramastraße um die Altstadt. Von hier sieht man gut die Stadtmauern und das Meer um Gallipoli.

Im Winter wirkt alles langsamer: Fischer reparieren Netze, einige Bars bleiben offen. Wenige Besucher genießen die Sonne an klaren Tagen. In den Gassen sah ich erstmals kleine Gruppen Einheimischer. Sie plauderten entspannt im Dialekt. Im Sommer ist diese Atmosphäre schwerer zu spüren. Die Altstadt wird dann zu einem Melting Pot verschiedener Akzente und Sprachen.

Diese ruhigere Atmosphäre zeigt eine andere Seite der Stadt. Sie ist weniger mit Sommertrubel verbunden und näher am Alltagsleben.

Deshalb bin ich nach diesem Besuch überzeugt: Der beste Zeitpunkt für Gallipoli ist vielleicht nicht der Hochsommer. Mai könnte ideal sein, wenn das Wetter angenehm ist, aber der Tourismus noch nicht überhandnimmt.

Ich hoffe, bald zurückzukehren. Vielleicht bei einem weiteren Kongress in Lecce, um die Altstadt in der Ruhe zu erleben, die im Sommer schwer zu finden ist.

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