Erkunden Sie die Brücke von Bard und ihre faszinierende Geschichte
Die Brücke von Bard ist ein historisches und kulturelles Symbol des Aostatals.
Die Ponte di Bard ist einer der fotogensten Orte im unteren Aostatal. Auch wenn du kein Ingenieur bist, wirst du ihn wirklich schätzen.
Ich bin extra am Ende einer schönen Wanderung dorthin gegangen, um Fotos für Instagram zu machen, so wie viele andere 😄
Der erste dokumentierte Hinweis auf die Brücke stammt aus dem Jahr 1272. In den Staatsarchiven von Turin wird von den "erhobenen Steuern" auf dem pontis bardi gesprochen. Das zeigt, dass es schon damals ein strategischer und kontrollierter Übergang war. In den folgenden Jahrhunderten taucht er immer wieder in Dokumenten auf. Erwähnungen reichen von 1343 bis 1469, bis zu einer schwierigen Zeit zwischen 1592 und 1596, als eine Überschwemmung seine Stabilität ernsthaft auf die Probe stellte.
Wie oft bei Bauwerken, die so lange bestehen, hatte die Brücke auch Eingriffe und Umbauten. 1763 war sie baufällig, was eine wichtige Renovierung nötig machte, die 1787 erfolgte. Auch in den 1990er Jahren wurde sie erneut verstärkt.
Dorthin zu gelangen, nach einem Spaziergang in der Umgebung, hat einen ganz besonderen Reiz. Vor allem, wenn die Brücke der letzte Teil einer Route ist, die speziell für Wanderfreunde gedacht ist.
Ich bin einem Rundweg gefolgt, der einige der großen Wege im Aostatal kreuzt: ein Abschnitt der Alta Via Nr. 1, der Via Francigena und des Cammino Balteo, zwischen der Etappe 4 "Donnas - Arnad" und der Etappe 23 "Pontboset - Pont-Saint-Martin".
Man startet in Donnas und lässt das Auto am Parkplatz nahe der Römerstraße. Nachdem man das mittelalterliche Dorf durchquert hat, nimmt man den Weg mit gelbem Wegweiser Nummer 7 Richtung Albard. Dieser wird auch vom Cammino Balteo genutzt. Zuerst folgt man dem Bach Bellet entlang der Hauptstraße. Nach der ersten Brücke biegt der Weg ab und führt durch eine überraschende Zone mit terrassierten Weinbergen.
In Prèle angekommen, erkennbar an einer Kapelle rechts, ändert der Weg seinen Charakter und steigt steil an. Man muss die Wände überwinden, die die Ebene dominieren. Diese werden heute von Kletterfreunden des Climbing Park Balteo genutzt. Schön anzusehen, aber ohne Training besser meiden.
In etwa einer halben Stunde erreicht man wieder die asphaltierte Straße nach Albard. Dort gibt es alte Häuser aus Stein und Holz. Ab hier ändert sich die Landschaft: uralte Kastanienwälder, einst wichtig für die lokale Ernährung, und ein Gefühl einer zeitlosen Talwelt. Auf der befahrbaren Straße geht es weiter hinab zwischen Dörfern.
Der Abstieg führt zur zentralen Talebene und bald darauf zu einem steilen Pfad direkt nach Bard, am Fuße der Festung. Hier zogen einst die Pilger der Via Francigena vorbei. Heute passieren auch die Athleten des Tor des Géants, eine Verbindung durch die Jahrhunderte.
Erst an diesem Punkt tritt die Brücke von Bard wirklich in Erscheinung. Sie ist förmlich in die Schlucht eingekeilt, zwischen Felswänden. Darüber thront die massive Festung. Dieser plötzliche Anblick -- der Abgrund unten, der Fels oben, die Festung, die droht herabzustürzen -- lässt alle staunen. Und genau das ist der Grund, warum nicht nur die Brücke selbst, sondern das Gesamtbild beeindruckt.
Meine Frau meint, für schöne Fotos hätte man nicht unbedingt vorher wandern müssen, aber das ist Geschmackssache 😎. Ich habe es später mit einem schönen Abendessen in Bard wiedergutgemacht.