Minen von Saint-Marcel: Ein Besucherführer zwischen Geschichte und Natur
Unterirdische Stollen, Waldweg und Bergarbeiterdorf: nützliche Informationen zur Planung des Ausflugs
Die Minen von Saint-Marcel sind einer der wenigen historischen Bergbaustandorte im Aostatal, die öffentlich zugänglich sind. Hier wurde über Jahrhunderte Pyrit und Kupferkies abgebaut. Noch heute geht man durch dieselben von Hand gegrabenen Tunnel, auf 1.720 Metern Höhe. Man ist umgeben von den Überresten des Dorfes: Wohnhäuser, Öfen und sogar eine Champignonnière. In den fünfziger Jahren wurden die verlassenen Tunnel zur Pilzzucht umgebaut.
Ein Besuch bedeutet, ein weniger bekanntes Gesicht des Aostatals zu entdecken. Oft denkt man bei der Region an Skifahren, Thermen und Alpenlandschaften. Aber hier geht es um die bergbauliche Geschichte und die harte Arbeit, die diese Berge prägte.
Was man in den Minen von Saint-Marcel sehen kann und wie man den Ausflug organisiert
In der Gemeinde Saint-Marcel angekommen, fährt man mit dem Auto weiter. Die Straße führt am Plout-Heiligtum vorbei. Man parkt in der Nähe des Picknickbereichs in der Ortschaft Les Druges (1.585 m).
Von hier startet der Wanderweg zu den Minen. Nach etwa 45 Minuten Aufstieg im Wald erreicht man sie. Sie liegen nahe den berühmten Acque Verdi. Diese Tour ist nichts für Leute, die eine einfache Wanderung suchen. Die beste Zeit ist von Mai bis Oktober. Dann sind die Wege schneefrei und das Wetter ist angenehmer.
Wir verbrachten etwa drei Stunden mit einem erfahrenen Höhlenforscher. Er führte uns auf einem schönen Pfad durch den Wald. Neben einem Bach erzählte er uns die Geschichte der Mine. Dann gingen wir in die Stollen. Es war ein kurzer, aber unvergesslicher Weg. Der Helm und die Stiefel waren ein Erlebnis. Auch die besonderen Mineralformationen, die uns der Führer zeigte, waren beeindruckend.
Die Besichtigung ging draußen weiter. Wir sahen die Überreste des alten Bergbaukomplexes. Diese ergänzen die Erzählung über das Leben und die Arbeit der Menschen, die hier jahrhundertelang arbeiteten.
Der Zugang ist nur mit einer Führung möglich. Ich empfehle dringend, frühzeitig zu buchen. Als wir anriefen, waren am Wochenende nur noch zwei Plätze frei. Die Führung kostet 15 Euro pro Person und dauert etwa 2 Stunden und 30 Minuten. Wir haben, mit dem Weg durch den Wald und einer längeren Pause, um das Tal von Saint-Marcel zu bewundern – die Aussicht ist wirklich ein paar Minuten mehr wert – letztlich einen halben Tag für das Erlebnis eingeplant.