Erkunde den Lago delle Bose und seine Magie
Besuchen Sie den Lago delle Bose für ein einzigartiges Erlebnis in den Bergen.
Vor ein paar Wochen waren wir für ein paar Tage in Biella. Wir wählen diese Gegend oft, wenn wir in die Berge wollen. Die Berge sind wunderschön und die Kosten sind günstiger als im Aostatal. Die Leute sind auch immer sehr freundlich. Außerdem bietet die Stadt viel, auch wenn man nicht auf den Wanderwegen ist. Ich mag das Viertel Piazzo sehr. Und wenn es sich ergibt, gönne ich mir immer ein Menabrea-Bier. Wir wollten es ruhig angehen lassen, ohne strenge Pläne. Auch Aktivitäten für unsere Tochter sollten Platz haben.
Am Tag zuvor waren wir mit meiner Frau und meiner Tochter im Abenteuerpark von Oropa. Für sie, mit ihren sechs Jahren, war es eine tolle Erfahrung. Sie hat den grünen Parcours mit Gurt gemacht, ganz konzentriert zwischen Stegen, Brücken und kleinen Seilbahnen. Sie langsam vorankommen zu sehen, zuerst etwas ängstlich, dann immer sicherer, war ein unvergesslicher Moment.
Wir waren schon früher hier und ich erinnerte mich, dass es auch einen einfacheren Parcours für kleinere Kinder gibt. Der sogenannte Baby-Parcours ist für Kinder ab etwa drei Jahren. Er erfordert keinen Gurt. Momentan ist er jedoch wegen technischer Probleme geschlossen. Die Betreiber sagten uns, er könnte im Frühling wieder öffnen.
Am Wochenende ist der Park ziemlich gut besucht. Wenn ihr schon wisst, dass ihr hinwollt, ist es besser, anzurufen und zu reservieren. Sonst kann es nach 15:30 Uhr zu Wartezeiten kommen. Aber normalerweise findet man irgendwann einen freien Gurt.
Dort, beim Gespräch mit einigen Leuten und beim Lesen der Schilder, hörte ich vom Lago delle Bose. Das machte mich neugierig.
Also beschloss ich, am nächsten Tag allein dorthin zu gehen.
Am Morgen bin ich nach Oropa zurückgekehrt. Ich habe auf dem Parkplatz Busancano geparkt, direkt links von der Seilbahn. Der Parkplatz ist groß, kostenlos und praktisch. Perfekt für alle, die mit vollgepacktem Auto ankommen. Kaum aus dem Auto gestiegen, war die Luft anders: frisch, mit dem Duft von Harz und feuchter Erde, typisch für Bergwälder.
Hinter dem Wohnmobilbereich biegt man ab, und der Asphalt weicht einem sanft ansteigenden Schotterweg im Wald. Dort beginnt der Pfad.
Der Weg (markiert als D11a, "Busancano") führt durch hohe, schattige Buchen. Die Sonne scheint in Flecken durch die Blätter. Der Aufstieg ist ruhig und gleichmäßig. Man geht ohne Eile, hält manchmal an, um dem Wald zu lauschen oder Fotos zu machen.
Nach etwa einer Stunde (der Höhenunterschied beträgt etwa 350 Meter, nichts besonders Anstrengendes) lichtet sich der Wald. Man betritt eine offenere Ebene. Von dort führt ein letzter kurzer, schmaler Pfad zum Lago delle Bose, auf etwa 1534 Metern Höhe.
Der See ist klein, aber sehr reizvoll: ein klarer Wasserspiegel, eingebettet zwischen Wiesen und Felsen, umgeben von Bergen. Das Wasser spiegelte den blauen Himmel und die nahen Lärchen wider. Es herrschte fast völlige Stille, nur unterbrochen vom leichten Wind und dem fernen Klang weidender Kühe.
Ich setzte mich auf einen Felsen am Ufer und holte mein Lunchpaket heraus. An solch einfachen Orten versteht man, warum manche Spaziergänge unvergesslich bleiben: Man braucht nicht viel, nur Zeit, um innezuhalten und sich umzusehen.