Die faszinierende Geschichte der Stadt Matera

Die Geschichte von Matera ist reich an Ereignissen und Veränderungen, die die Stadt im Laufe der Zeit geprägt haben.

Die faszinierende Geschichte der Stadt Matera

Matera beeindruckt jeden Besucher. Die Felsen, die Wege, die Dächer! Alles fasziniert. Man denkt: "Hier lebten Menschen seit Urzeiten." Klingt gut, ist aber historisch komplex.

Eine Stadt ist mehr als nur Bewohner. Städte haben Strukturen: Verwaltung, Religion, Handel. Einfache Siedlungen fehlen diese Merkmale. Sie sind oft nur temporär.

Matera liegt an dieser Grenze. Frühe Besiedlung, aber späte Stadtentwicklung.

Was macht eine Gemeinschaft zur Stadt?

Städte sind komplexe Gebilde. Nicht nur Hütten oder Höhlen. Es braucht Organisation: Wasser, Handel, Schutz. Ohne das bleibt es keine Stadt.

Deshalb ist "prähistorische Stadt" irreführend für Matera. Es gab alte Spuren, ja. Aber urbane Strukturen kamen später. Städte wachsen, sie entstehen nicht plötzlich.

Willst du mehr erfahren? Hier gibt's Details zur Entwicklung: die Geschichte von Matera

Vor der Stadt: Die ältesten Spuren in der Murgia

Matera hat uralte Erinnerungen. Sie leben in den natürlichen Höhlen. Im Murgia Park entdeckten Archäologen sehr alte Spuren. Der Mensch war hier, aber noch keine Stadt.

Die frühen Menschen nutzten natürliche Schutzräume. Wasserquellen, Windschutz. Keine Straßen, keine Viertel.

Ein Beispiel ist die Grotta dei Pipistrelli. Sie zeigt das Leben damals. Willst du Matera naturverbunden erkunden? Hier ist eine nützliche Führung: erkunde den Murgia Park

Natürliche und künstliche Höhlen: Ein entscheidender Unterschied

In Matera ist natürlich gegen künstlich entscheidend. Natürliche Höhlen entstehen langsam. Wasser formt die Felsen. Das ist Geologie.

Künstliche Höhlen sind Menschenwerk. Der Mensch formt die Landschaft. Das ist Architektur. Matera nutzt beides kreativ.

In der Vorgeschichte fehlten Werkzeuge zum gezielten Graben. Erst später kamen die charakteristischen Sassi-Häuser.

Wann wurde Matera zur Stadt? Frühmittelalter und urbaner Sprung

Im Frühmittelalter wurde Matera städtisch. Eine stabile, große Gemeinschaft entstand. Vorher gab es Höhlen, aber keine organisierten Strukturen.

Matera ist keine „älteste Stadt der Welt“. Sie ist eine Stadt auf uraltem Boden. Menschen formten hier Lebensraum seit Jahrtausenden. Irgendwann wurde Matera richtig zur Stadt. Sie bekam Struktur und Schutz. Heute ist sie faszinierend.

La Civita: Herz zwischen zwei Schluchten

Der urbane Kern von Matera beginnt in der Civita. Sie liegt auf einem Felsenrücken, etwa 400 Meter hoch. Ein perfekter Ort für eine Stadt. Sie beherrscht das Umland und verbindet die Landschaft.

Hier fand man Funde aus der Metallzeit, etwa 3.000 Jahre alt. Das zeigt, dass Menschen hier lange lebten. Klarer tritt Matera im 8. Jahrhundert in Erscheinung. Die Langobarden herrschten damals in Süditalien.

Später kommt Matera ins Emirat von Bari. Im Jahr 871 zerstört Kaiser Ludwig II die Stadt. Ein harter Schlag, zeigt aber die strategische Bedeutung. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Stadt befestigt. Eine erste Mauer aus der normannischen Zeit (11. Jahrhundert) existiert. Unter den Anjou wurden die Verteidigungen verstärkt.

Sassi und Piano: Vertikale Stadt wächst über Zeit

Unterhalb der Civita liegen die berühmten Stadtteile: Sasso Caveoso und Sasso Barisano. Diese Höhlenwohnungen entstanden im frühen Mittelalter. Menschen gruben Räume in den Fels, schufen Häuser und Werkstätten.

Die Funktionsebenen der Sassi beeindrucken. Keine Etagen, sondern Ebenen. Pfade und Treppen verbinden Räume wie in Schubladen. Sasso Caveoso ähnelt einem Amphitheater, blickt nach Süden. Sasso Barisano schaut nach Norden, wächst mit der Zeit.

Das Piano ist oben am Hügel. Hier entwickelte sich die Architektur zwischen Renaissance und Barock. Mittelalterliche Höhlen überlagern sich mit Gebäuden. Straßen und Plätze formen das historische Zentrum.

Ein Spaziergang verbindet alles: Von Piazza Pascoli über Via Ridola und Via del Corso zur Piazza Vittorio Veneto. So erlebt man die Stadt als Ganzes.

Für eine geführte Tour empfehle ich: Entdecke die Sassi von Matera. Der Link führt dich zu einem spannenden Erlebnis.

Erlebnis vor Ort: Die Form von Matera verstehen

Beim ersten Besuch in Matera war ich verwirrt. Ich ging ohne Plan in die Sassi. Verlor mich in Treppen und Gassen. Die Geräusche waren nur meine Schritte und der Wind.

Dann schaute ich nach oben. Ich sah die Civita, das Herz der Stadt. Plötzlich verstand ich die Struktur. Der Chronist Eustachio Verricelli beschrieb Matera als Vogel: Civita Körper, Piano Kopf, Sassi Flügel. Eine treffende Metapher!

Matera ist keine horizontale Stadt. Sie ist vertikal. Tipp: Vor dem Abstieg in die Sassi, nimm 5 Minuten für den Überblick. Das hilft bei der Orientierung.

Fehler vermeiden beim Erzählen von Materas Ursprung

Erster Fehler: Antike Besiedlung mit antiker Stadt verwechseln. Menschen lebten hier im Paläolithikum, aber nicht als Stadt.

Zweiter Fehler: Matera nur auf Sassi reduzieren. Die Stadt besteht aus Civita, Sassi, Piano, Murgia und Gravina. Jeder Teil ist wichtig.

Dritter Fehler: Natürliche und künstliche Höhlen nicht unterscheiden. Das zeigt den Übergang vom Leben in der Natur zur Stadtplanung.

Letzter Fehler: Matera flach darstellen. Ohne Ebenen, Schluchten und Verbindungen wird sie unverständlich. Matera versteht man mit den Beinen und einer mentalen Karte.

Matera ist nicht „prähistorisch“ im urbanen Sinne. Sie entstand, als soziale und technische Bedingungen es erlaubten. Ein Ort, wo Geschichte nicht nur Daten sind. Sie zeigt, wie Menschen Raum formen und nutzen.

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