Der Lago Gover in Gressoney-Saint-Jean: Ein Paradieswinkel

Der Lago Gover in Gressoney-Saint-Jean bietet ein einzigartiges Erlebnis am Fuß des Monte Rosa, ideal für jede Jahreszeit.

Der Lago Gover in Gressoney-Saint-Jean: Ein Paradieswinkel

Der Lago Gover liegt fast im Zentrum von Gressoney-Saint-Jean, im Aostatal, auf etwa 1.385 Metern Höhe. Es ist einer dieser Orte, die man ohne Planung erreicht. Vom Dorf aus sind es nur wenige Minuten zu Fuß. Oder man startet direkt vom Castel Savoia entlang der Passeggiata della Regina. Das ist ein leichter Weg von etwa einer halben Stunde durch den Wald. Die Lage ist bequem und gut erreichbar. Man kann den Monte Rosa sehen, ohne das Dorf zu verlassen.

Der See ist künstlich, aber das merkt man kaum, wenn man ihn sieht. Er liegt am Rand des Dorfes, umgeben von einem gepflegten Park. Tannen und Kiefern rahmen ihn ein. Das Wasser spiegelt die Monte-Rosa-Kette.

Beim Spaziergang um den See fällt die Pflege des Ortes sofort auf. Die Wege sind bequem und für alle geeignet. Es gibt viele Bänke, um ohne Eile zu verweilen. Kleine Holzbrücken unterbrechen den Rundweg. Die Atmosphäre ist entspannt, nie hektisch, auch in den belebtesten Zeiten. Ich war sowohl im Sommer als auch im Winter dort.

Im Sommer fällt ein Detail besonders auf. Wenn man das Wasser genauer betrachtet, sieht man die Forellen, die frei schwimmen. Sie bewegen sich langsam und sind auch vom Ufer aus gut sichtbar.

Der Lago Gover ist perfekt für eine Pause nach dem Essen im Dorfzentrum. Nach einem üppigen Mittagessen hilft ein Spaziergang hier, alles in Ruhe zu verdauen.

Im Winter verändert sich der See komplett. Wenn die Temperaturen sinken, friert das Wasser. Die Landschaft wirkt dann schlichter. Das Eis, die umliegenden Berge und der kahle Park vermitteln ein anderes Gefühl. Es ist weniger lebhaft, aber ruhiger.

Es ist nicht meine absolute Lieblingsatmosphäre, aber vielleicht die interessanteste. In einer lauten und chaotischen Stadt suche ich oft Ruhe in Parks. Doch selten finde ich die gleiche Stille wie an einem komplett zugefrorenen See.

Mit der Kälte schätze ich auch die lokale Küche noch mehr.

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