Das Denkmal für Carlo Alberto und seine faszinierende Geschichte

Entdecken Sie die Geschichte und die Bedeutung des Denkmals für Carlo Alberto in Turin.

Das Denkmal für Carlo Alberto und seine faszinierende Geschichte

Piazza Carlo Alberto liegt zwischen Piazza Castello und dem Ägyptischen Museum. Man kommt oft zufällig vorbei. Wenn du zehn Minuten hast, lohnt sich ein Stopp.

In der Mitte steht die Reiterstatue von Carlo Alberto. Sie wurde 1861 eingeweiht, im Jahr der italienischen Einheit. Der Bildhauer ist Carlo Marochetti aus Turin. Carlo Alberto trägt Militärkleidung und hält das Schwert hoch. Sein Gesichtsausdruck zeigt Entschlossenheit, nicht Triumph.

Warum ist das Denkmal ihm gewidmet und nicht einem anderen Savoyer-König? Carlo Alberto gewährte 1848 das Statuto Albertino. Diese Verfassung wurde zur Grundlage des Königreichs Italien. Es ist kein Denkmal für einen militärischen Sieg, sondern für einen politischen Akt.

Am Sockel findest du vier allegorische Figuren: Freiheit, Gleichheit, Martyrium und Statut. Dazu kommen vier Soldaten, die Artillerie, Kavallerie, Grenadiere und Bersaglieri darstellen. Es gibt auch Reliefs mit speziellen Episoden: die Schlachten von Goito und Santa Lucia, die Abdankung und der Tod im Exil in Porto. Das Denkmal erzählt eine Geschichte, nicht nur eine Kulisse.

Ein oft übersehenes Detail: Carlo Alberto schaut zum Palazzo Carignano. Dort tagte das erste italienische Parlament.

Und das ist vielleicht das Beeindruckendste hier: wie viel italienische Politikgeschichte durch Turin ging. Oft denkt man nur an Rom, aber hier merkt man, dass viele institutionelle Grundlagen des Landes hier entstanden.

Heute ist der Platz vor allem ein Durchgangsort: Arkaden, einige Buchläden, historische Cafés. Seit der Fußgängerzone ist es viel ruhiger geworden. In fünf Minuten erreichst du die Galleria Subalpina, den Palazzo Reale oder gehst zum Po hinunter. Die Mole Antonelliana ist etwa zehn Minuten zu Fuß entfernt. Du kannst über die Piazza Castello oder die Via Po unter den Arkaden dorthin gelangen, ohne das historische Zentrum zu verlassen. Der Rundgang ist komplett zu Fuß machbar, ohne Verkehrsmittel.

×