Bari Vecchia: Geschichte und Authentizität
Bari Vecchia ist ein Labyrinth aus Geschichte und Authentizität, wo jede Ecke Jahrhunderte von Tradition erzählt. Historische Monumente und das tägliche Leben verweben sich in einer einzigartigen Atmosphäre.
Das historische Zentrum von Bari, oft "Bari Vecchia" genannt, ist das authentischste Bari. Die modernen Gebäude der neuen Stadt sind funktional. Aber sie könnten in vielen anderen italienischen Städten stehen. Hier jedoch nicht. Hier gibt es eine klare, erkennbare Identität, die einzigartig ist.
Bari Vecchia bewahrt die Reliquien von San Nicola. Er ist einer der am meisten verehrten Heiligen weltweit. Heute ist es das lebendige Herz kultureller und erfahrungsorientierter Aktivitäten für Besucher.
Der alte Teil der Stadt ist ein dichtes Labyrinth aus Gassen, Bögen und kleinen Plätzen. So wie ich es in Ostuni erlebt habe. Doch hier macht die Öffnung zum Meer alles besonders. Bari Vecchia ist nicht in sich geschlossen, sondern öffnet sich direkt zur Adria!
Neben den vielen Kirchen im alten Dorf bietet der älteste Teil der Stadt symbolträchtige Monumente. Es gibt Meeresblicke, mittelalterliche Zeugnisse und eine gastronomische Tradition. Diese ist ein wesentlicher Teil des Besuchserlebnisses.
Der erste Ort ist zweifellos die Basilika von San Nicola. Sie ist ein wichtiger Wallfahrtsort. Hier werden die Reliquien des Heiligen aufbewahrt. Die Basilika ist ihm gewidmet und weltweit verehrt. Sie ist vielleicht die bekannteste der etwa fünfundzwanzig Kirchen im alten Dorf. Die Öffnungszeiten sind durchgehend von 7 bis 22 Uhr. Besucher aus aller Welt können die romanisch-apulische Architektur bewundern. Auch der ökumenische Charakter des Ortes ist spürbar. Hier werden sowohl der katholische als auch der griechisch-orthodoxe Ritus gefeiert. Bevor man eintritt, lohnt es sich, in der Mitte des Platzes zu verweilen. So kann man die schlichte Majestät der Basilika betrachten. Sie wurde um 1100 auf den Resten des Catapano-Palastes neu gestaltet.
Der Eintritt ist kostenlos. Man kann die Geschichten über das Leben von San Nicola entdecken. Er war Bischof von Myra um 300 n. Chr. Die Überführung der Reliquien erfolgte 1087 durch 62 Matrosen aus Bari. Auch das Ritual der Heiligen Manna ist interessant. Das Patronatsfest im Mai ist ein bedeutendes Ereignis für die Stadt. Es zeigt die tiefe Verbindung zwischen Bari und seinem Heiligen.
Am Rande der Altstadt erhebt sich das Normannisch-Schwäbische Schloss, ein Symbol von Bari. Die erste Bauphase begann 1133 unter Ruggiero II. Doch spätere Epochen veränderten Struktur und Funktion. Heute sieht man normannische Türme, mächtige angioinische Mauern und einen breiten Graben. Die Museumsbereiche sind mit einem Ticket von etwa 8 Euro zugänglich. Dieses Ticket umfasst auch einen Teil des sogenannten unterirdischen Bari.
Ebenso wichtig ist die Kathedrale von San Sabino, geweiht 1292 und nach der Zerstörung 1156 wieder aufgebaut. Auch hier dominiert der romanisch-apulische Stil. Außen fallen der Glockenturm, das zentrale Rosettenfenster und die Statuen der Madonna dell'Odegitria auf. Sie wird von San Sabino und San Nicola flankiert. Der Eintritt ist frei. Man kann die Emporen, die Kanzel, das Ziborium und die beeindruckende Krypta bewundern. So erlebt man die authentische Seele von Bari Vecchia.
Bari Vecchia ist natürlich nicht nur Kirchen und Denkmäler. In den Gassen gibt es viele Restaurants, Trattorien, Pizzerien und kleine Bäckereien. Mein Tipp: Probieren Sie die Sgagliozze von Maria delle Sgagliozze. Diese sind einfache, frittierte Polenta-Quadrate, die heiß serviert werden. Sie erzählen mehr über die volkstümliche und echte Seele dieser Stadt als viele Worte.
Wie man nach Bari Vecchia kommt
Bari ist ein wichtiger Hafen-, Flughafen- und Eisenbahnknotenpunkt im Süden Italiens. Daher ist es einfach, die Stadt zu erreichen, egal welches Verkehrsmittel Sie wählen. Der Hafen liegt fast direkt am alten Stadtteil. Wer mit Kreuzfahrtschiffen oder Fähren ankommt, kann Bari Vecchia in etwa 15 Minuten zu Fuß erreichen. Alternativ gibt es die öffentliche Buslinie 50 (1,50 Euro), die in der Nähe des Schlosses hält und direkt ins historische Zentrum führt. Taxis, Mietwagen und die Velostation mit Fahrrädern und Rollern sind ebenfalls verfügbar.
Auch vom Flughafen "Karol Wojtyla" sind die Verbindungen bequem und häufig. Der Zug der Ferrovie Nord Barese bringt Sie in etwa 20 Minuten zum Hauptbahnhof (Kosten etwa 5 Euro). Der AMTAB-Bus Linie 16 ist die günstigste, aber langsamere Option. Private Shuttles und Taxis sind ebenfalls verfügbar und erreichen das Stadtzentrum in etwa einer halben Stunde.
Vom Bahnhof, der an der Piazza Aldo Moro liegt, kann man zu Fuß über die Via Sparano gehen. Dabei durchquert man das Murat-Viertel, bevor man in die Altstadt gelangt. Ein Spaziergang von etwa 20 Minuten, der zwei verschiedene Seiten der Stadt zeigt. Alternativ kann man die Linie 50 oder ein Taxi nutzen. Wer mit dem Auto kommt, kann die "Park & Ride"-Parkplätze nutzen. Diese sind günstig und gut mit dem Zentrum verbunden. Blaue Zonen sind ebenfalls eine Option. Man sollte jedoch die für Anwohner reservierten Bereiche meiden, um Strafen zu vermeiden.